Konditionierung und die 9 Zentren

Wenn wir im Human Design von Konditionierung sprechen, sprechen wir von den erlernten Mustern, die wir nach und nach in unserem Leben einsammeln und die sich quasi wie mental-emotionale Container um unser Potenzial legen.

Konditionierung bedeutet nicht zwangsläufig, dass es schlecht oder hinderlich ist. Es ist immer dann entscheidend, die eigenen Muster zu beleuchten, wenn man an eine Grenze stößt oder merkt, dass man an einer bestimmten Stelle im Leben vielleicht irgendwie gehemmt ist oder das Gefühl hat, sich nicht in der Art und Weise ausdrücken und navigieren zu können, wie man dies eigentlich tun möchte.

Denn dann kann es sehr gut sein, dass man Muster adaptiert hat, die das eigene Potenzial zurückhalten oder “verzerren”.

Durch das Human Design können wir einen sehr differenzierten Blick auf diese Konditionierungen legen. Wir können durch verschiedene Linsen unser Verhalten evaluieren und somit hinderliche und teilweise noch recht unbewusste und versteckte Muster aufdecken.

Dazu bedienen wir uns in aller erster Linie der 9 Energiezentren. Jedes dieser Energiezentren steht für eine bestimmte energetische Qualität und Schaffens- bzw. Wahrnehmungskraft.

Je nachdem, ob wir ein Zentrum definiert haben oder nicht, haben wir es mit einer anderen Art der Konditionierung zu tun.

In undefinierten Zentren haben wir keine eigene konsistente Energie, nehmen aber gleichzeitig die Energie der Menschen um uns herum verstärkt wahr. Das wirkt sich oft so aus, dass wir uns als “weniger” erleben und unbewusst auf einen Mangel in uns schließen. Unsere Konditionierung in den undefinierten (und offenen) Zentren nimmt deswegen oft diese “nicht gut genug”-Färbung an und wir versuchen den scheinbaren Mangel  mit unbewussten Strategien überzukompensieren. Manchmal ein Leben lang.

In definierten Zentren hingegen erhalten wir oft im Laufe unseres Heranwachsens die Botschaft, dass wir zu viel sind, zu anders sind, zu laut sind, zu dies sind, zu das sind. Unsere definierten Zentren sind die Zentren, in denen wir Energie aussenden. Wo wir eigen sind. Wo wir eine ganz bestimmte und festgelegte Frequenz verkörpern. Wenn diese Frequenz dann z. B. auf Ablehnung oder Unverständnis stößt, kann es sein, dass wir beginnen, uns hier zurückzuschrauben, anzupassen und kleiner zu machen als wir eigentlich sind. Wir schlussfolgern, dass wir irgendwie zu viel sind und drehen den Hahn ein wenig zu.

Beide dieser Mechanismen (zu viel, zu wenig) führen dazu, dass wir nicht unseren individuellen Ausdruck zulassen und feiern, sondern eine scheinbare Norm anstreben.

Wir suchen Sicherheit darin, Teil der homogenen Masse zu sein, anstatt unsere Verbundenheit in der Vielseitigkeit und Unterschiedlichkeit des menschlichen Ausdrucks zu erkennen.

Nehmen wir einmal das Ego-Zentrum als Beispiel. Das Ego-Zentrum, steht für die Willenskraft und den Selbstwert. In diesem Zentrum liegt somit das Konzept und Gespür für Wertigkeit und stimmige Leistungen bzw. Gegenleistungen.

Ist mein Ego definiert, habe ich in der Regel ein konsistentes Erleben von “Das bin ich und das bin ich wert.” Ich habe ein Gespür dafür, wie viel ich für einen bestimmten Gegenwert leisten will und sollte. Dies bedeutet nicht, das solche Menschen nicht an ihrem Selbstwert arbeiten müssten, immer super Deals abschließen und hier keine Herausforderungen haben.

Im Gegenteil, dies sind Menschen, die im Laufe ihres Lebens immer besser lernen, diese Energie aus ihrem niedrigen Ausdruck in ihre höheren Ausdrucksformen zu transformieren. Sie haben eben diesen Kompass der Wertigkeit konstant in sich eingebaut und können jederzeit aus sich heraus auf diese Energie zugreifen.

Ist mein Ego undefiniert oder offen habe ich diesen Kompass nicht. Es kann sein, dass mir dieses Selbstwert-Thema generell ein wenig ein Rätsel ist. Manchmal habe ich ein Gespür manchmal nicht. Undefinierte Zentren, sind die Bereiche in denen wir lernen, in dem wir die Welt um uns herum beobachten. Wir lernen, was Wertigkeit bedeutet und welche Formen es annehmen kann, in dem wir das Außen studieren. Wir können in unseren undefinierten Zentren auf diese Weise über unser Leben hinweg große Weisheit erlangen.

Ein Dialog des definierten bzw. undefinierten konditionierten Ego-Zentrums könnte zum Beispiel auf folgende Art und Weise ablaufen:

Die Konditionierung erweckt in uns den Anschein, dass wir etwas an uns verändern müssen. Doch was wäre, wenn das nicht stimmt?

Was wäre, wenn es für dich in diesem Leben garnicht darum geht, einen Beweis über deine Wertigkeit zu führen (undefiniert)? Was wenn du keinen Selbstwert brauchst, um erfolgreich und erfüllt zu sein? Was wäre, wenn du außerhalb dieses Paradigmas stattfindest?

Und was wäre, wenn dein starker Wille tatsächlich allen dient (definiert)? Wenn dein Selbstwert und kraftvoller Auftritt ein Antrieb und eine Inspiration auch für andere ist? Was wäre, wenn dein Wille dich führt? Und dein Gefül von Wertigkeit ein wesentlicher Kompass in deinem Leben ist? Was, wenn du für den Mittelpunkt designt bist und ihn genießen darfst? Was, wenn deine enorme Überzeugungskraft Berge versetzt, die nur du verrücken kannst?

Das Human design kann uns einer unglaublichen Präzision zeigen, dass wir genau so gemeint sind, wie wir sind. Das unsere Herausforderungen kein Manko sind sondern Teil unseres Genies. Daraus ergibt sich eine ganz neue Art, sich selbst und andere zu erleben. Daraus entsteht Frieden, Zufriedenheit, Erfolg und immer wieder positives überrascht sein über sich selbst und das Leben. (Die 4 Signaturen der Energietypen.)

Wenn Du Lust hast dein Potenzial durch den differenzierten Blickwinkel des Human Designs kennenzulernen, lade ich dich herzlich in meinen 9-wöchigen Onlinekurs FLOW CREATE EMBODY ein, der am 15. September 2021 startet.

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