Ich bin verwirrt und weiß nicht, was ich will

Ich bin verwirrt…
Ich weiß nicht, was ich will…
Ich weiß nicht, was mein Sinn ist…

All das sind Illusionen und Konsequenzen von Scham und Schuld, die wir uns in der Kindheit angewöhnt und übernommen haben.

Ich habe neulich einen Post gemacht, in dem Kinder schreiben, warum sie auf der Welt sind. Man erkennt daran deutlich einmal wie einfach es ist seinen Lebenssinn zu sehen und zum anderen dass Kinder dies ganz natürlich benennen können.

Kinder wissen auch, was sie wollen. Noch ein Eis danke sehr. Mit Sahne. Danke. Und Streusel.

Und dann lernen wir, dass es nicht ok ist, zu wollen, was wir wollen.
Zu fühlen, was wir fühlen.
Zu denken, was wir denken.
Uns zu verhalten, wie wir uns verhalten.

Ich sage damit nicht, dass man Kindern alles erlauben soll. Ich spreche garnicht auf dieser Ebene.

Ich spreche von der emotionalen Manipulation, die und unserer Gesellschaft und unseren Beziehungen Gang und Gebe ist und auf allen Ebenen und in allen Kontexten der “normale” und akzeptierte Umgang ist.

Wir lernen nämlich als Kinder, dass wenn wir uns verändern müssen, damit wir die Liebe und Zuneigung anderer bekommen. Vor allem auch von den Personen, die uns so nahe stehen und wo wir auf diese Liebe bis zu einem gewissen Alter angewiesen sind.

Wir lernen, dass unser Verhalten in anderen Menschen bestimmte Emotionen auslösen und dass wir dann dafür verantwortlich dafür sind, dass sich diese Menschen wieder besser fühlen. (WHAT THE HELL?!?!?!)

Wir lernen, dass wenn wir einfach ganz frei wir selbst sind, dass Menschen sich dann emotional von uns trennen und dass wir uns erst wieder „wie erwünscht und nach der Norm verhalten“ müssen, damit die Liebe und die emotionale Verbindung zurück kommt. (OK WHAT THE ACTUAL HOLY HELL?!?!?!)

Und diese Erkenntnis sollte uns innerlich wütend machen.

Denn wir lernen das “Unwahrste”, was es überhaupt gibt: Für Liebe und Zugehörigkeit musst Du jemand anderes sein, als Du jetzt bist.

Und jetzt fragt sich noch einer, wieso so viele nicht wissen, wer sie sind. Nicht wissen, was sie wollen. Und ihren innersten Sinn für sich und ihr Leben nicht mehr wahrnehmen können.

Zu wissen wer Du bist, ist in diesem Kontext gefährlich. Denn Dein Nervensystem hat abgespeichert, dass Du dadurch emotional ausgegrenzt wirst.

Klarheit ist also gefährlich.

Und Sinnhaftigkeit geht in dem Moment verloren, in dem wir uns selbst nicht mehr spüren können, in dem Moment in dem wir vergessen haben, wer wir sind.

Und wie du siehst, wir haben all das – all dieses und selbst manipulieren – für Liebe getan.

Es gibt an dieser Stelle keine Schuld. Auch wenn ich mit einem gewissen Feuer diese Zeilen schreibe, trifft niemanden eine Schuld, an dem wie es ist. Je

Allerdings tragen wir heute eine Verantwortung.

Verantwortung beginnt in dem Moment, in dem Du Bewusstheit über einen Sachverhalt, einen Zusammenhang und ein Verhalten gewinnst.

In dem Moment, in dem Du erkennst, welches Spiel wir hier alle miteinander spielen und nicht beginnst etwas zu ändern und einfach weiterhin kontinuierlich mitspielst.

In diesem Moment bist Du mitverantwortlich,
dass Du bist, wie Du bist,
dass Dein Leben ist, wie es ist
und auch dass die Welt ist, wie sie ist.

Im Prozess der Bewusstwerdung wirst du gerufen, einen Unterschied zu machen. Es wird nicht bequem sein. Du wirst wahrscheinlich erstmal keinen Applaus dafür bekommen. Und doch musst Du beginnen, den Tatsachen in die Augen zu sehen.

Genau dadurch wirst Du beginnen, Dich zu erinnern.
Dich zu erinnern, Wer Du bist!
Wieso Du hier bist!
Und was Du beitragen möchtest.

Mit jedem Schritt unbeirrter und dadurch mehr und mehr Freude und Wirksamkeit in Deinem Weg und Handeln erleben.

Ein Weg, der nicht unbedingt leicht ist, dich aber zutiefst erfüllt und auf diese Weise dem Großen Ganzen dient.

You got this 


Dieser Text ist nach einem Facebook Live Video von mir enstanden, dass Du jetzt auch auf Youtube anschauen kannst: