What if being alive was already enough?

What if being alive was already enough?

Diesem Satz begegnete ich vor ein paar Wochen und er fuhr mir direkt unter die Haut.

Boom 💥

 

Wenn sich mir eine „Wahrheit“ immer wieder bestätigt, dann die, dass die Lösung für das vermeintliche Problem in der Regel immer einfacher ist, als gedacht.

Deswegen kommen wir auch nicht drauf.

Eines der größte Problem der Menschheit drückt sich meiner heutigen Ansicht nach in unserer unerschöpfliche Liebe zum Komplizierten aus. Je komplizierter, desto besser. Denn je komplizierter die Lösung, desto krasser wohl der, der sie entdeckt.

Vielleicht erkennst Du das dahinterliegende Muster: Wir lieben das Komplizierte, Schwierige, Anstrengende, weil wir damit anscheinend unseren Wert aufbügeln können. Dieser Selbstwert. Auch so eine Idee, die uns die Hölle heiß macht.

Wir haben uns nämlich irgendwann – entlang des Weges – ausgedacht, dass Lebewesen nicht allein durch ihre Existenz so etwas wie eine grundlegende Berechtigung haben hier zu sein. Das wäre ja auch zu einfach. Das würde ja bedeuten, wer existiert, ist berechtigt zu existieren. Oder noch einfacher: Wer ist, der ist. Simpel. Aber wie gesagt, wer mag schon einfach, wenn es auch kompliziert geht.

Nein, wir haben uns eine komplizierte Spielregel ausgedacht, die allen Menschen über den Lauf ihres Aufwachsens akribisch beigebracht wird. Nicht weil es irgendjemand im speziellen böse mit uns meint, sondern weil wir es einfach nicht besser wissen. Die Spielregel besagt, dass irgendetwas in unserer Existenz grundlegend mangelhaft ist. Also fehlt oder falsch oder anders ist, als sie sein sollte.

Quasi: Ich bin zu XYZ, deswegen muss ich meine Existenzberechtigung jeden Tag aufs Neue beweisen.

Eh voilà, may I introduce: Das Hamsterrad!

 

But what if being alive was already enough?

 

Wir leben in einer Welt, in der die fundamentalste Grundannahme die des not enough ist! Die, des nicht genug. Die des Mangels.

Es ist dieses konstante innere (mehr oder weniger) subtile Nagen.

Und wie der Hamster im Rad, wirst auch Du Dein Enough nicht in der Welt finden: Nicht im nächsten Projekt und nicht in der nächsten Beziehung. Nicht im höheren Einkommen und nicht in mehr Anerkennung. Nicht im Dazugehören und nicht in der Exklusivität…

Wer aus dem Hamsterrad raus und seine grundlegende Freiheit zurückhaben will, muss eines tun: Die Beziehung mit dem Mangel beenden. Schluss machen. Den Mangel ganz aus Deinem Leben gehen lassen.

(Und offensichtlich versuche ich nicht zynisch zu sein und zu sagen, dass es da draußen in der Welt keinen Mangel gibt oder dass Du keinen erlebst und sei es z. B. „nur“ ein emotionaler Mangel. Nein, ich versuche Dir einfach nur sehr deutlich klar zu machen, dass Du auf dem Holzweg bist. Cause the Hamsterrad won‘t stop – as long as you keep on running.)

Es geht darum, zu erkennen, wie wir uns selbst und die Welt grundlegend wahrnehmen.

Und es geht darum wieder zu einer natürlichen Sichtweise der Dinge zurückzukehren. Natürlich im Sinne von ursprünglich. Eine Sichtweise, wie wir sie als Kinder noch kannten: Ein Wahrnehmen und Erleben, dass noch nichts vom Mangel der Erwachsenen-Welt weiß. Ein Wahrnehmen in dem wir heil sind. Frei sind. glücklich sind.

 

Being alive is already enough.

 

Wenn am Leben zu sein bereits ein Ausdruck von Fülle ist, wird das Leben wieder zum Spiel.

Wenn es nichts zu verlieren gibt und bereits alles da ist, was dann?

Der Geist sagt jetzt vielleicht, dass das Leben dann zu Ende sei, jeder Antrieb dahin. Wir werden auf den Sofas dieser Welt dem eigenen Ende entgegen vegetieren. Ich sage, dann geht das Leben eigentlich erst richtig los. Eigentlich können wir erst jetzt wirklich von LEBEN sprechen.

Jetzt, wo wir nicht mehr vor dem Leben fliehen, wo wir es nicht mehr bekämpfen oder kontrollieren müssen. Jetzt können wir zum ersten mal wirklich leben und wir selbst sein. In dem Moment, wo bereits alles gut ist, können wir uns wieder im freien Spiel verlieren und täglich neu entdecken.

(Und das hat übrigens auch schon mein Homie Schiller gewusst: „Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“)

 

What if being alive really was already enough?

 

Ich möchte, dass Du in diesen Satz  wirklich hinein spürst. Was wäre, wenn dem wirklich so ist? Wenn Du das fühlen könntest? Wenn das lebendig Sein für Dich in diesem Moment schon mehr als genug wäre?

Lass diese Qualität und Ausrichtung in Dir aufleben. Nutze dieses Mantra als Tür in die Fülle.

Denn diese „Enough-ness“, dieses „Genug-sein“ ist uns an sich nichts Fremdes. Wir kennen das. Wir sind das. Fülle ist unsere Natur.

Und es ist auch nicht das Endziel, sondern lediglich der Anfang von Leben.

Because being alive is always already enough.