What if being alive was already enough?

What if being alive was already enough?

Diesem Satz begegnete ich vor ein paar Wochen und er fuhr mir direkt unter die Haut.

Boom┬á­čĺą

 

Wenn sich mir eine ÔÇ×WahrheitÔÇť immer wieder best├Ątigt, dann die, dass die L├Âsung f├╝r das vermeintliche Problem in der Regel immer einfacher ist, als gedacht.

Deswegen kommen wir auch nicht drauf.

Eines der gr├Â├čte Problem der Menschheit dr├╝ckt sich meiner heutigen Ansicht nach in unserer unersch├Âpfliche Liebe zum Komplizierten aus. Je komplizierter, desto besser. Denn je komplizierter die L├Âsung, desto krasser wohl der, der sie entdeckt.

Vielleicht erkennst Du das dahinterliegende Muster: Wir lieben das Komplizierte, Schwierige, Anstrengende, weil wir damit anscheinend unseren Wert aufb├╝geln k├Ânnen. Dieser Selbstwert. Auch so eine Idee, die uns die H├Âlle hei├č macht.

Wir haben uns n├Ąmlich irgendwann – entlang des Weges – ausgedacht, dass Lebewesen nicht allein durch ihre Existenz so etwas wie eine grundlegende Berechtigung haben hier zu sein. Das w├Ąre ja auch zu einfach. Das w├╝rde ja bedeuten, wer existiert, ist berechtigt zu existieren. Oder noch einfacher: Wer ist, der ist. Simpel. Aber wie gesagt, wer mag schon einfach, wenn es auch kompliziert geht.

Nein, wir haben uns eine komplizierte Spielregel ausgedacht, die allen Menschen ├╝ber den Lauf ihres Aufwachsens akribisch beigebracht wird. Nicht weil es irgendjemand im speziellen b├Âse mit uns meint, sondern weil wir es einfach nicht besser wissen. Die Spielregel besagt, dass irgendetwas in unserer Existenz grundlegend mangelhaft ist. Also fehlt oder falsch oder anders ist, als sie sein sollte.

Quasi: Ich bin zu XYZ, deswegen muss ich meine Existenzberechtigung jeden Tag aufs Neue beweisen.

Eh voilà, may I introduce: Das Hamsterrad!

 

But what if being alive was already enough?

 

Wir leben in einer Welt, in der die fundamentalste Grundannahme die des not enough ist! Die, des nicht genug. Die des Mangels.

Es ist dieses konstante innere (mehr oder weniger) subtile Nagen.

Und wie der Hamster im Rad, wirst auch Du Dein Enough nicht in der Welt finden: Nicht im n├Ąchsten Projekt und nicht in der n├Ąchsten Beziehung. Nicht im h├Âheren Einkommen und nicht in mehr Anerkennung. Nicht im Dazugeh├Âren und nicht in der Exklusivit├Ąt…

Wer aus dem Hamsterrad raus und seine grundlegende Freiheit zur├╝ckhaben will, muss eines tun: Die Beziehung mit dem Mangel beenden. Schluss machen. Den Mangel ganz aus Deinem Leben gehen lassen.

(Und offensichtlich versuche ich nicht zynisch zu sein und zu sagen, dass es da drau├čen in der Welt keinen Mangel gibt oder dass Du keinen erlebst und sei es z. B. ÔÇ×nurÔÇť ein emotionaler Mangel. Nein, ich versuche Dir einfach nur sehr deutlich klar zu machen, dass Du auf dem Holzweg bist. Cause the Hamsterrad wonÔÇśt stop ÔÇô as long as you keep on running.)

Es geht darum, zu erkennen, wie wir uns selbst und die Welt grundlegend wahrnehmen.

Und es geht darum wieder zu einer nat├╝rlichen Sichtweise der Dinge zur├╝ckzukehren. Nat├╝rlich im Sinne von urspr├╝nglich. Eine Sichtweise, wie wir sie als Kinder noch kannten: Ein Wahrnehmen und Erleben, dass noch nichts vom Mangel der Erwachsenen-Welt wei├č. Ein Wahrnehmen in dem wir heil sind. Frei sind. gl├╝cklich sind.

 

Being alive is already enough.

 

Wenn am Leben zu sein bereits ein Ausdruck von F├╝lle ist, wird das Leben wieder zum Spiel.

Wenn es nichts zu verlieren gibt und bereits alles da ist, was dann?

Der Geist sagt jetzt vielleicht, dass das Leben dann zu Ende sei, jeder Antrieb dahin. Wir werden auf den Sofas dieser Welt dem eigenen Ende entgegen vegetieren. Ich sage, dann geht das Leben eigentlich erst richtig los. Eigentlich k├Ânnen wir erst jetzt wirklich von LEBEN sprechen.

Jetzt, wo wir nicht mehr vor dem Leben fliehen, wo wir es nicht mehr bek├Ąmpfen oder kontrollieren m├╝ssen. Jetzt k├Ânnen wir zum ersten mal wirklich leben und wir selbst sein. In dem Moment, wo bereits alles gut ist, k├Ânnen wir uns wieder im freien Spiel verlieren und t├Ąglich neu entdecken.

(Und das hat ├╝brigens auch schon mein Homie Schiller gewusst: ÔÇ×Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.ÔÇť)

 

What if being alive really was already enough?

 

Ich m├Âchte, dass Du in diesen Satz┬á wirklich hinein sp├╝rst. Was w├Ąre, wenn dem wirklich so ist? Wenn Du das f├╝hlen k├Ânntest? Wenn das lebendig Sein f├╝r Dich in diesem Moment schon mehr als genug w├Ąre?

Lass diese Qualit├Ąt und Ausrichtung in Dir aufleben. Nutze dieses Mantra als T├╝r in die F├╝lle.

Denn diese ÔÇ×Enough-nessÔÇť, dieses ÔÇ×Genug-seinÔÇť ist uns an sich nichts Fremdes. Wir kennen das. Wir sind das. F├╝lle ist unsere Natur.

Und es ist auch nicht das Endziel, sondern lediglich der Anfang von Leben.

Because being alive is always already enough.