Alles spricht dafür. Alles spricht dagegen.

Ich bin zu alt für einen Neuanfang.

Ich bin definitiv zu jung, um diesen Schritt zu gehen.

Wäre ich jünger, wäre es leichter.

Wäre ich älter, wäre es sicher einfacher.

Was ist wohl das ideale Alter, um den eigenen Herzenswunsch anzugehen? Die nächste Idee zu verwirklichen oder sich zu trauen, etwas noch einmal ganz neu zu machen?

Richtig: Immer & Nie.

Jeder Umstand in Deinem Leben ist die optimale Begründung für den nächsten Schritt UND dagegen.

Ich bin zu alt. Ich bin zu jung. Ich bin zu mittig :-). Ich bin genau im richtigen Alter.

Alle diese Aussagen kannst Du Dir zu Deinem aktuellen Alter sagen. Und natürlich ist es auch auf jeden anderen Umstand anwendbar.

Umstände sind flexibel. Anpassbar. Auslegungssache.

  • Ich bin zu jung. Wenn ich mehr Erfahrung hätte, würde es mir sicher leichter fallen und besser gelingen.
  • Ich bin im idealen Alter, denn ich bin noch jung, flexibel und lerne viel und schnell. Ich habe Drive und sollte loslegen. Trage noch nicht so viel Verantwortung für andere. Jetzt ist meine Zeit.
  • Ich bin schon viel zu lange im Geschäft. Mit so vielen Jahren auf dem Buckel, sollte man so etwas nicht mehr wagen. Jetzt ist es zu schwierig, wahrscheinlich einfach zu spät.
  • Ich bin im idealen Alter, denn ich bin über das gröbste hinaus, baue auf so viel Erfahrung auf und weiß mittlerweile einfach wie der Hase läuft. Wann wäre ein besserer Zeitpunkt, als jetzt?
  • Irgendwie bin ich noch zu jung und gleichzeitig noch nicht alt genug. So dazwischen, ungünstig. Nicht hü und nicht hott. Hätte ich früher begonnen, wäre das super geworden. Oder wenn ich noch ein paar Jahre älter wäre, dann macht es auch wieder mehr Sinn. Aber jetzt ist nicht so ein geeigneter Zeitpunkt.
  • Ich bin im idealen Alter, nicht mehr ganz der Newby, noch nicht zu alt und festgefahren. Perfekt mittig für den nächsten Schritt. Es gibt keine bessere Zeit, als heute.

Du bist immer am idealen Zeitpunkt. Du bist nie am idealen Zeitpunkt.

Die beste Zeit ist jetzt. Die beste Zeit ist nie.

Wir können es drehen und wenden. Alles kann dafür und alles kann dagegen sprechen. Umstände passen sich unserem Deutungsrahmen an. Sie sind sich für nichts zu schade und machen alles mit.

Sie bieten sich als Bremse und als Turbo-lader an. Als Klotz am Bein oder Rückenwind. Du kannst sie einsetzen wie Du magst. Wofür Du magst. Wozu Du magst. Als Grund etwas zu tun und als Grund etwas nicht zu tun.

Jetzt gibt es eine wichtige Frage, die Du Dir stellen kannst: Wer hat in Deinem Leben die Hosen an? Du oder Deine Umstände? Bestimmen Deine Umstände wo es langgeht oder Du? Nutzt Du Deine Umstände als Begründungen, Dinge nicht zu tun oder einfach als hilfreiche Berater auf dem Weg zu Deinem Ziel.

Hier liegt ein fundamentaler Unterschied! Und wie immer möchte ich Dich einladen, Dich ermutigen und darin bestärken, die Führung in Deinem Leben nicht an Deine Umstände zu delegieren.

Deine Umstände dürfen Berater sein, jedoch nicht den Kurs bestimmen!

Oft tun wir aber genau das. Wir ziehen unsere Umstände heran, um zu untersuchen, ob wir etwas tun sollten oder nicht. Aber du merkst schon: Umstände sind in dieser Hinsicht nicht wirklich dienlich. Denn die ungünstigsten Umstände haben schon die fruchtbarsten Projekte und Erfolge hervorgebracht und auf dem besten Boden ist schon mal die Ernte ausgeblieben.

Dein Status Quo – Deine jetzigen Umstände – machen keine Aussage über Dein Morgen, Dein Übermorgen, Deine Zukunft und die Wahrscheinlichkeit Deines Erfolges. Dein Status Quo ist lediglich die Start-Linie. Der Beginn. Punkt Null. Dein Ausganspunkt. Der Ort, wo Du den Samen in die Erde steckst.

Deine Umstände, auf der anderen Seite, ganz außer Acht zu lassen und blind loszustoplern ist oft auch nicht erfolgsversprechend. Die Umstände im hier und jetzt (und damit einfach die Gegebenheiten, die Dein Leben gerade so kunterbunt machen, um uns direkt mal von dieser negativen Konotation der „Umstände“ zu distanzieren) denen Du heute begegnest dürfen und sollen in jedem Fall mit in Deine Reiseroutenplanung eingebunden werden:

Wo stehst Du heute? Was sind Deine Ressourcen? Welche Mittel hast Du nicht? Welche Schritte gibt es also zu tun, um näher an Dein Ziel heranzurücken?

Die Gegebenheiten in Deinem Leben geben Dir wichtige Hinweise, was Du auf dem Weg beachten musst, welche Fragen Du Dir stellen solltest und welche Antworten Du brauchst, um an Dein Ziel anzukommen. Sie helfen Dir ungemein, nichts außer Acht zu lassen und Dir den Weg auch nicht zu schön zu reden. Denn wenn Du Dich schon aufmachst, dann doch mit der besten Unterstützung und dem klarsten Blick den Du kriegen kannst, oder?

Wenn Du Deine Umstände in Deinen Beraterkreis aufnimmst, mischen sie sich auch nicht mehr so stark in die Kursbestimmung ein. Auf diese Weise können sie einen wertvollen Beitrag liefern und Unterstützer auf dem Weg in neue Abenteuer sein, anstatt Begründungen, warum neue Abenteuer für Dich in diesem Leben nicht mehr möglich sind.

Umstände sind dann nicht mehr das Satzende und der Schlussstrich, die einer Idee den Gar ausmachen, sondern die Einleitung, das erste Wort eines Satzes, in dem sich noch unbekannte Lösungen und Möglichkeiten verbergen. Eine Gelegenheit, einer Idee mit Umsicht und Tatendrang zu folgen.

Unsere Umstände, unsere Gegebenheiten, sind einfach nur das zu Hause sind, von dem wir aufbrechen.

Doch nun stellt sich natürlich eine Frage: Wenn wir unsere Umstände nicht mehr zu Rate ziehen, bei der Frage nach unserem Kurs im Leben, wen fragen wir dann?

Gute Frage!

Ich habe zum Glück auch schon nach einer Antwort für uns geforscht. Ich glaube sie könnte Dir gefallen und in Deinem Inneren etwas in Bewegung setzen.

Wusstest Du, dass Dein Potential auf eine ganz bestimmte Art und Weise mit Dir kommuniziert? Ja, das es in regem Austausch mit Dir steht und Dich wissen lässt, was Du besonders gut kannst und auf welche Aart und Weise Du den größten Mehrwert für Dich und alle anderen in dieser Welt stiftest?

Wirklich?

Ja!

Es ist verblüffend einfach. Dein Potential kommuniziert über Freude. Über Begeisterung. Inneres Entzücken und Glücksgefühle. Es kommuniziert, in dem es Dir ein Lächeln und Leuchten ins Gesicht zaubert.

Folge Deiner Freude ist das Navigationssystem Deines Potentials.

So einfach! Ist das nicht eine geniale Erfindung des Universums? Hätte mich einer gefragt, ich hätte das genauso eingerichtet!

Dein Job ist es – am anderen Ende der Leitung – diese Zeichen und Mitteilungen achtsam zu erkennen: Was bringt mich zum Leuchten? Wann bin ich erfüllt? (Bei welchen Tätigkeiten, mit welchen Menschen, Themen…) Was entfesselt mein Feuer? Wann bin ich in meinem Element?

Oder auch im Alltag zu beobachten, wann Du Freude empfindest und wann nicht. Wann dich die Inspiration packt, wann nicht. Wann Du strahlst, wann nicht. Wann Du aufblühst, wann nicht.

Das Leben ist eine Reise zum Kern Deiner Selbst und zum Kern Deiner Freude. Solange bis die Freude Dich in jeder Zelle erfüllt.

Das Leben kann auch für Dich diese Reise sein. Wenn Du das möchtest, wenn Du das wählst, wenn Du beschließt, dass es so ist.

Vielleicht bist Du schon auf dieser Reise. Vielleicht magst Du sie jetzt beginnen. Vielleicht gehst Du sie schon ein ganzes Stück (juhu!). Vielleicht magst Du sie jetzt intensivieren, jetzt zu Deiner höchsten Priorität machen.

Vielleicht magst Du immer mehr eintauchen in Die Freude, die Deiner Existenz inne wohnt.

Eintauchen in die Freude, die so tiefgreifend und allumfassend ist, dass Du schnell erkennst, dass dies der Stoff ist, aus dem Du und das Leben selbst gestrickt sind. Dass Du erkennst, dass alle anderen Gefühle nur Wegweiser sind, die Dich wieder auf diesen Pfad zurückführen möchten.

So dass Du immer mehr zu Deiner Natur findest.

Zu Deinem Potential.

Zu Deiner Freude.

Love

Madlen

P. S. Kleiner Sneak Peak auf die kommende Woche: Da wird es im Blog eine Meditation geben, mit der Du Dich mit dieser Freude und Deinem Potential verbinden kannst!!! Ich freue mich schon sehr darauf, sie mit Dir zu teilen.

Photocredits go to Jorge Mallo